Rund vier Millionen Wohnungen in Deutschland werden über eine Gas-Etagenheizung beheizt – eine kleine Therme direkt in der Wohnung, die sowohl für Heizwärme als auch für warmes Wasser sorgt. Kein Heizungskeller, keine zentrale Anlage, jede Partei kümmert sich um ihre eigene Therme. Für Millionen Mieter und Eigentümer ist das seit Jahrzehnten die unauffällige Normalität.
Genau diese Normalität gerät jetzt ins Wanken. Viele dieser Thermen sind 15, 20 oder mehr Jahre alt und erreichen das Ende ihrer Lebensdauer. Gleichzeitig verlangt die Heizungswende, dass auch diese Gebäude perspektivisch auf erneuerbare Energien umsteigen. Für Eigentümergemeinschaften, Hausverwaltungen und Wohnungsbaugesellschaften stellt sich damit eine unangenehme Frage:
Wie ersetzt man hunderte einzelne Gasthermen in einem Mehrfamilienhäusern?
Warum der Umstieg bislang so schwer war
Wer sich schon einmal mit dem Thema beschäftigt hat, kennt die typischen Knackpunkte:
Platz fehlt überall. Eine klassische Wärmepumpe braucht eine Außeneinheit und in der Regel auch mehr Stellfläche in der Wohnung, als eine kompakte Gastherme je gebraucht hat. In dicht bebauten Etagenwohnungen ist dafür oft schlicht kein Platz und einzelne Wärmepumpen an der Außenwand sind schlecht zu warten und haben Brandtechnisch und Schalltechnisch ein hohes Potensial.
Warmwasser auf hohem Niveau ist die eigentliche Herausforderung. Nicht das Heizen ist bei mehrgeschossigen Gebäuden das technische Problem – sondern die zuverlässige Bereitstellung von Warmwasser in ausreichender Temperatur für viele Parteien gleichzeitig. Zentrale Warmwasserspeicher und die dazugehörigen Zirkulationsleitungen sind energetisch verlustreich und unterliegen zudem strengen Vorgaben zur Legionellenprävention – das Wasser muss dauerhaft auf mindestens 60 Grad gehalten werden, was wiederum viel Energie kostet und die Verlegung von 5 Zuleitungen erforderlich macht.
Rohrleitungen sind der Kostentreiber Nr. 1. Neue Steigleitungen und Schächte für Heizung und Warmwasser durch ein bestehendes Gebäude zu ziehen, ist baulich aufwendig, teuer und in bewohnten Häusern eine erhebliche Zumutung für alle Beteiligten.
Die Stromversorgung der Wohnung ist begrenzt. Viele Bestandswohnungen verfügen nur über einen begrenzten Stromanschluss. Eine Lösung, die pro Wohnung eine hohe elektrische Anschlussleistung benötigt, stößt hier schnell an technische Grenzen. Und ist nur mit erheblichem Kostenaufwand umsetzbar.
In der Summe führten diese vier Hürden dazu, dass viele Modernisierungsprojekte in mehrgeschossigen Bestandsgebäuden entweder gar nicht erst gestartet oder mit enormem finanziellen und baulichen Aufwand umgesetzt wurden.
Was eine echte Lösung leisten müsste
Denkt man diese vier Hürden konsequent zu Ende, ergibt sich ein klares Anforderungsprofil: Ein System müsste bestehende Gebäudestrukturen nutzen können, statt neue zu schaffen. Es müsste Warmwasser dort erzeugen, wo es gebraucht wird. Effizient und ohne die Nachteile eines zentralen Großspeichers. Es müsste mit der vorhandenen Stromversorgung einer normalen Wohnung auskommen und es müsste am Ende nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich überzeugen. Sowohl in der Sanierung als auch im Neubau.
Genau an diesem Punkt setzt ein neues System an, das seit Kurzem am Markt verfügbar ist: das 1SINQ ONE Floor
Die Idee: zentrale Heizung, dezentrales Warmwasser mit ONE FLOOR
Das Prinzip von ONE Floor kombiniert eine zentrale Heizungswärmepumpe im Keller mit einer dezentralen Warmwasserlösung direkt in jeder Wohnung. Die zentrale Wärmepumpe muss dabei nur noch niedrige Vorlauftemperaturen für die Raumwärme bereitstellen und hat damit sehr hohe Jahresarbeitszahlen und niedrige Betriebskosten – die technisch anspruchsvolle Warmwasserbereitung auf hohem Temperaturniveau übernimmt eine kompakte Wasser-Wasser-Wärmepumpe direkt in der Wohnung. Somit entfällt die Erfassung der Warmwasserkosten.
Der entscheidende Kniff im Bestand: Für die Steigleitungen wird der ohnehin vorhandene Schornstein genutzt, sofern das Gebäude über einen Kaminanschluss verfügt. Bei ehemaligen Außenwandgeräten führt die Leitung stattdessen an der Fassade entlang. Zum Einsatz kommt dabei ein eigens entwickeltes, doppelt isoliertes Rohrsystem („S-Pipe“), das Wärmeverluste auf dem Weg in die Wohnungen wirksam mit 200% Isolierung verhindert. Neue, teure Schächte müssen dafür nicht gebaut werden. Im Neubau entfällt durch dieselbe Architektur von vornherein das aufwendige Rohrleitungssystem für die Warmwasserzirkulation und Warmwasserversorgung. Auch die Stromversorgung für Durchlauferhitzer und den größeren Stromanschluß des Hauses entfällt – ein Kostenvorteil, der sich direkt in den Investitionskosten bemerkbar macht.
Warmwasser dort, wo es gebraucht wird
Die kompakten Wärmepumpen-Einheiten in den Wohnungen verfügen über ein Speichervolumen von 120 bis 200 Litern und erreichen im Normalbetrieb eine Leistungszahl (COP) von bis zu 18 – ein Wert, der zeigt, wie effizient sich aus vergleichsweise wenig Strom viel nutzbare Wärme gewinnen lässt. Der elektrische Anschluss liegt bei lediglich ca. 600 Watt und lässt sich damit problemlos an das bestehende Stromnetz einer normalen Wohnung anschließen, ganz ohne Überlastung der vorhandenen Elektroinfrastruktur.
Weil die Warmwasserbereitung dezentral in der Etage stattfindet, entfallen zudem die verlustreichen Zirkulationsleitungen eines zentralen Systems – und mit ihnen die gesetzliche Pflicht, einen zentralen Großspeicher dauerhaft auf 60 Grad vorzuhalten. Im Vergleich zu elektrischen Durchlauferhitzern, die in vielen Sanierungsfällen als vermeintlich einfache Alternative gelten aber wegen fehlender Infrastrucktur nicht eingesetzt werden können, arbeitet dieses Prinzip bis zu 18 mal effizienter. Auch der Betrieb über ein Balkonkraftwerk ist Denkbau wodurch dann von März bis Oktober keine Kosten für Warmwasser anfallen würden.
Volle Transparenz und smarte Steuerung
Damit Betreiber und Bewohner jederzeit den Überblick behalten, wird das gesamte System über die hauseigene Steuerung 1SINQ ONE Key geregelt. Sie übernimmt die automatische Überwachung und Optimierung aller Betriebsvorgänge, von der vorausschauenden Temperaturregelung bis zur präzisen Erfassung des individuellen Verbrauchs – jede Wohneinheit verfügt über einen eigenen Wärmemengenzähler, sodass Heizung und Warmwasser exakt und nachvollziehbar abgerechnet werden können. Schätzungen über m² gehören der Vergangenheit an. Selbstlernende überwachte Algorithmen sorgen zudem dafür, dass unnötige Taktungen der Wärmepumpen vermieden und die Betriebskosten im Alltag weiter gesenkt werden. Ein HEMS für die Steuerung des §14a Modul 3 ist schon in Vorbereitung. Fernüberwacheng und Fehleranalyse für die Hausverwaltungen sind ebenfalls im System Integriert.
Für wen sich das lohnt
Ob Bestandsgebäude oder Neubau, ob Wohnungseigentümergemeinschaft, Hausverwaltung oder Wohnungsbaugesellschaft: Das Konzept lässt sich flexibel an nahezu jede Gebäudegröße im mehrgeschossigen Wohnungsbau anpassen. Wer heute vor der Frage steht, wie sich eine alternde Gas-Etagenheizung ersetzen lässt, ohne das Gebäude über Wochen zur Baustelle zu machen und ohne ein finanzielles Fass ohne Boden zu öffnen, findet mit diesem Ansatz eine Antwort, die technisch wie wirtschaftlich durchdacht ist.
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